Ausschuss Stadtentwicklung vom 29.06.17

Wahljahr 2017

Mit einem „brandaktuellen“ Thema starteten wir diesmal ausserplanmässig in die Tagesordnung.

Evakuierung des Hochaus Heinrich-Böll-Strasse

Da der Grundsatzbeschluss zur Seilbahn auf die Ratssitzung im Juli verschoben wurde, hatte Baudezernent Frank Meyer Spielraum, die Entscheidungsabläufe, die zur spontanen Evakuierung des Hochhauses zu erläutern. Schon vor längerer Zeit war der Feuerwehr bei einer Brandschau aufgefallen, dass die verbaute Fassade aus brennbaren Materialien besteht und die Rettungswege von den Wohnungen zum Treppenhaus über einen Balkon direkt daran vorbei führen.Deswegen waren bereits Ordnungsmassnahmen gegen den Eigentümer geplant. Nach dem Brand des Grenfell Tower in London wurde am letzten Montag eine Neubewertung durchgeführt und man entschloss sich, eine Evakuierung durchzuführen.

Am Dienstag wurden dann die 71 Bewohner des Wuppertaler Hochhauses evakuiert und in Ersatzwohnungen untergebracht. Ihnen will die Stadt in einer Wohnungsbörse behilflich sein, eine neue Wohnung zu finden, bis das Hochhaus wieder in einen sicheren Zustand versetzt wurde. Dazu reicht es, die brennbare Aussenfassade zu demontieren und soll in wenigen Wochen machbar sein.

Das leerstehende Gebäude wird jetzt von einem Wachdienst gesichert. Auf meine Nachfrage wurde mir erklärt, dass es keinen vorbereiteten Evakuierungsplan für das Gebäude gab, sondern eher einen eingespieltenAblauf, der beispielsweise auch bei Blindgängerfunden zum Einsatz kommt.

Die Auschussmitglieder haben der Verwaltung einhellig für die Umsetzung der Evakuierung gedankt. Auch ich denke, dass  es hier besser ist zu handeln, bevor es zu einer Katastrophe wie in London kommt.

Forensik Kleine Höhe

Mit fünf Gegenstimmen wurde die Änderung des Flächennutzungsplan für die Kleine Höhe beschlossen, um den Weg für die forensische Klinik freizumachen. Obwohl niemand weiß, wie die neue Landesregierung sich zu dem Thema stellt, wird hier das Verfahren weiter durchgezogen.

Es folgte ein Bericht zum „Zukunftskonzept zwischen Rhein und Wupper“, in dem es in erster Linie um die Themen „Wohnen/Siedlungsentwicklung, Mobilität und Freiraum“ ging. Wie  immer standen noch ein Haufen Beschlüsse für geplante oder beantragte Baumassnahmen auf der TO, die ich hier nicht alle auflisten möchte.


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